Mein Seelenpfad

Familiengeheimnisse heilen durch die systematische Phoenix999 Methode im Alltag

Familiengeheimnisse heilen mit der Phoenix999 Methode: Karteikasten und Leinenheft als Werkzeuge für die Ahnenarbeit im Alltag

Die Karteikarte mit der Aufschrift „Väterliche Linie" verkantet sich zwischen zwei anderen, reißt beim Herausziehen ein kleines Stück ein, und für einen Moment halte ich inne, den Zeigefinger noch zwischen den Karten. Genau in solchen Momenten merke ich, wie sehr sich meine Ahnenarbeit über die Monate der Phoenix999-Kurse verändert hat, von einer vagen Ahnung zu etwas, das eher einer Bestandsaufnahme gleicht: eine Systematik gegen Familiengeheimnisse, die sich über Generationen angesammelt haben, mit derselben energetischen Reinigung, mit der ich sonst verstaubte Regale in der Bibliothek durchgehe. Was aus diesen Karten wird, landet am Ende ohnehin in meinem Potsdamer Sonntagabend-Tagebuch.

Ein kurzer Hinweis, bevor es weitergeht: Ein Teil der Links in diesem Text führt zu den Phoenix999-Kursen von Andreas Goldemann, und wenn du darüber buchst, bekomme ich eine kleine Provision — am Preis für dich ändert sich dadurch nichts. Ich schreibe ausschließlich über die Kurse, die ich selbst durchgearbeitet und in mein Leinenheft übertragen habe, mit Datum, Signatur und Randnotizen wie bei jedem anderen Bestand in meinem Archiv.

Familiengeheimnisse und die Systematik der Ahnenarbeit

Am Anfang stand nur Kraft der Ahnen, der erste von inzwischen vier Kursen, die ich nacheinander durchlaufen habe. Ich bin keine Heilpraktikerin und keine spirituelle Lehrerin — ich bin Bibliothekarin, die ohne jede Ausbildung in Ahnenarbeit gelernt hat, die eigene Ahnenlinie zu spüren, mehr nicht. Für jede Sitzung lege ich eine eigene Karte an, mit Signatur und Datum, Marginalia am Rand für körperliche Reaktionen, manchmal auch mit einem Querverweis zu einer früheren Session, wenn sich ein Thema wiederholt.

Das Rascheln, wenn ich durch die Karten blättere, ist inzwischen so vertraut wie das Umblättern eines Karteikatalogs im ersten Stock der Bibliothek — ein feines Schaben von Papier gegen Papier, kaum lauter als Atmen. Am Schreibtisch im Wohnzimmer, auf der blassgrünen Unterlage des alten Eichentischs, liegt der Karteikasten links, das Leinenheft aufgeschlagen daneben, während draußen die kahlen Baumkronen langsam wieder Farbe bekommen. Przemek Kujawski, den ich aus einem Online-Live-Workshop kenne, versteht diese Karten-Manie bis heute nicht ganz — er verarbeitet eine Session lieber im Gespräch und ruft mich manchmal einfach an, statt selbst etwas aufzuschreiben.

Gelber Karteikasten mit handschriftlichen Notizen zur Ahnenlinie aus der Phoenix999 Ahnenarbeit

Vor dem Kurs half nichts wirklich

Bevor ich überhaupt von Phoenix999 gehört hatte, habe ich einiges ausprobiert, das am Ende nicht half. Aus der Bibliothek, in der ich arbeite, hatte ich mir einmal ein Set Entspannungs-CDs ausgeliehen, überzeugt, dass ruhige Musik reichen müsste, um durch die Nächte nach dem Tod meines Vaters zu kommen. Beim dritten Track bin ich jedes Mal eingeschlafen, ohne wirklich etwas verarbeitet zu haben, und die CDs gingen pünktlich zur Rückgabefrist wieder zurück ins Regal.

Kein Zufall vielleicht, dass ausgerechnet ein zufälliger Fund auf YouTube damals mehr bewirkte als jede bewusst gewählte Entspannungstechnik — Trauerverarbeitung läuft offenbar selten nach Plan. Was ich in den ersten Wochen mit Kraft der Ahnen spürte, war eher eine energetische Blockade, die sich löste, ein Druck im Brustkorb, der nachließ, ohne dass ich hätte erklären können, warum. Wie eng klares Aufschreiben und ein ruhiger Kopf zusammenhängen, hatte ich in meinem Beitrag über mentale Klarheit durch Archivieren schon einmal skizziert, im echten Leben braucht dieses Verständnis trotzdem jede Woche aufs Neue.

Veränderungen in Woche zwölf

Woche zwölf seit Beginn von Kraft der Ahnen war für mich kein dramatischer Wendepunkt, eher eine Verschiebung, die sich nur an kleinen Dingen zeigte. Ich hatte alte Unterlagen meines Vaters aus einer Schublade geholt, um sie endlich zu sichten, und meine Lieblingstasse blieb dabei einfach neben dem Stapel stehen, halb leer, während ich schon beim nächsten Karteikarten-Fach war — früher hätte ich beides sofort weggeräumt, bevor ich weitergemacht hätte.

Morgens vor der Arbeit gehört inzwischen eine kurze Meditationspraxis dazu, nichts Kompliziertes, einfach fünf ruhige Minuten mit geschlossenen Augen, bevor ich die erste Karteikarte des Tages in die Hand nehme.

Aufgeschlagenes Leinenheft mit Session-Notizen zu Familiengeheimnissen aus dem Phoenix999 Tagebuch

Ein Familienmuster mit langem Schatten

Beim Abgleich meiner Randnotizen aus Kurs drei mit alten Erzählungen aus der Familie erkannte ich ein Familienmuster, das sich über drei Generationen zog — eine unterdrückte Wut, nie ausgesprochen, die ich lange als eigene Nackensteifheit und nicht als etwas Geerbtes verstanden hatte. Familiäre Verstrickungen zu lösen ist am Ende oft nichts anderes als sauberes Zuordnen: eine falsch einsortierte Akte an ihren richtigen Platz stellen.

Walburga Stenz, mit der ich seit einiger Zeit hin und wieder telefoniere und die als Trauerbegleiterin beim Potsdamer Hospizverein arbeitet, gibt in solchen Gesprächen nie einen Rat. Sie beschreibt nur, was sie hört, ganz nüchtern, und lässt mich selbst entscheiden, was ich damit anfange.

Weiterschreiben, auch wenn die Seite leer bleibt

Es gab auch eine Woche im Februar, in der das Leinenheft einfach zugeklappt blieb. Keine Zeile, keine Randnotiz, nur der Karteikasten, den ich nicht einmal geöffnet habe. Stattdessen bin ich am Samstag länger als sonst über den Wochenmarkt am Bassinplatz gelaufen, ohne Einkaufsliste, ohne Eile. Ich hatte erwartet, dass mich das schlechte Gewissen einholt, aber es tat es nicht besonders — manchmal ist eine leere Seite eben nur eine leere Seite und kein Rückschritt.

Was aus zwölf Kurswochen und einem ziemlich vollen Karteikasten hängen bleibt, ist eine einfache Regel: nicht jede Karte muss sofort einsortiert werden, manche dürfen eine Weile lose herumliegen, bevor ihr Platz klar wird. Wer selbst mit der Systematik hinter den Phoenix999-Kursen anfangen will, findet die Grundbegriffe im Glossar der Begriffe übrigens ganz gut sortiert vor.

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