Mein Seelenpfad

Meine Andreas Goldemann Erfahrungen: Kraft der Ahnen im bibliothekarischen Selbsttest

Aktualisiert
Andreas Goldemann Erfahrungen mit Kraft der Ahnen: bibliothekarischer Selbsttest und Ahnenarbeit im Alltag
Offenlegung: Dieser Text enthält Partnerlinks zu den Phoenix999-Kursen. Wenn du darüber buchst, bekomme ich eine kleine Provision — an deinem Preis ändert das nichts.

Auf der vierten Karteikarte in der Reihe steht nur ein Wort: Fortsetzung. Seit Ende Februar liegt neben dem gelben Karteikasten ein zweiter Stapel, extra für den Kurs Kraft der Ahnen von Andreas Goldemann angelegt. Dieser Erfahrungsbericht ist mein Selbsttest der ersten vier Wochen mit dieser Ahnenarbeit: kein Ratgeber, keine Anleitung, nur das, was tatsächlich in meinem Leinen-Heft steht. Phoenix999 nennt seine Kursreihe bewusst nicht Therapie, und das ist auch mein Ausgangspunkt: eine Sammlung von Sitzungen, keine Behandlung.

Ein kurzer Hinweis, bevor es weitergeht: Ich schreibe hier ausschließlich über das, was ich selbst gebucht und durchgearbeitet habe. Im Text verlinke ich zu den Inhalten, die ich nutze — bucht jemand darüber, bekomme ich eine Provision, ohne dass sich dein Preis verändert. Dieses kleine Archivprojekt trägt sich dadurch selbst.

Andreas Goldemann arbeitet mit Ton, nicht mit Technik

Der Kurs besteht aus sieben Video-Sitzungen, und jede folgt demselben Aufbau: ein Bewusstseinsteil, in dem Andreas Goldemann erklärt, worum es in dieser Einheit geht, und ein Transformationsteil mit Klang und Bewegung, in dem man selbst aktiv wird. Für eine Katalogisiererin ist das eine angenehme Struktur — man weiß vorher, was einen erwartet, auch wenn der Inhalt selbst wenig mit klassischer Systematik zu tun hat.

Er arbeitet mit Ton, Gesang und Bewegung, um das zu adressieren, was er die Ahnenlinie nennt — ein Begriff, den ich hier nicht weiter auffächere, weil er in einem anderen Eintrag ausführlicher behandelt wird. Was ich sagen kann: Es fühlt sich weniger nach Ritual an als erwartet, eher nach einer Übung in Aufmerksamkeit. Man hört eine Tonfolge, der Körper reagiert oder er reagiert nicht, und genau diese Uneindeutigkeit hat mich zuerst skeptisch gemacht.

Manche Sitzungen berühren eher blockierende Familienmuster als konkrete Personen — auch das gehört zum Kurs, auch wenn ich diesen Teil hier nicht weiter vertiefe.

Gelber Karteikasten mit handschriftlichen Notizen aus dem Kraft der Ahnen Erfahrungsbericht.

Kraft der Ahnen ist inzwischen der am längsten unveränderte Kurs im Phoenix999-Katalog, mit einer auffällig niedrigen Abbruchquote — die meisten, die anfangen, bleiben offenbar bis zum Ende der sieben Sitzungen.

Drei Sitzungen bei einer Psychotherapeutin, dann Stille

Bevor der Kurs überhaupt eine Option war, saß ich bei einer Psychotherapeutin. Drei Termine, dann habe ich nach zwei Monaten abgesagt — nicht, weil etwas falsch gelaufen wäre, sondern weil das Gespräch an einer Stelle immer wieder denselben Kreis zog, ohne dass sich für mich etwas löste. Das schreibe ich nicht, um Therapie schlechtzureden. Bei akuten Krisen gehört sie genau dorthin, wo ich sie damals gesucht habe. Für mich persönlich hat in jener Phase etwas gefehlt, das ich später über einen ganz anderen Zugang gefunden habe.

Was in den Sitzungen blieb, war eher das Gefühl einer energetischen Blockade, die sich nicht wegreden ließ, ein Begriff, den ich erst durch die Kurse kennengelernt habe und der anderswo ausführlicher erklärt wird.

Eine Karte pro Woche in den Kasten legen

Vor vier Wochen bin ich morgens aufgewacht und habe für ein paar Atemzüge schlicht vergessen, was im Herbst 2022 passiert ist. Die Erinnerung kam zurück, wie sie das immer tut, aber die Stille danach war anders als sonst — weniger hohl, mehr wie eine Pause zwischen zwei Sätzen. Ich habe das auf die vierte Karteikarte geschrieben, ohne großes Wort darum zu machen.

Eine Kollegin aus der Bibliothek geht seit Jahren jedes Wochenende Nordic Walking durch den Grunewald, um den Kopf freizubekommen. Mein Weg führt seit einigen Wochen stattdessen sonntagmorgens durchs Holländische Viertel, langsam, ohne Stöcke, mit dem Leinen-Heft in der Manteltasche. Beides funktioniert, nur eben nicht auf dieselbe Art.

Nicht jede Woche liefert etwas Vorzeigbares. In der zweiten Woche blieb eine Doppelseite komplett leer — ich hatte die Sitzung angefangen, war aber so müde, dass ich nach wenigen Minuten das Tablet weggelegt und stattdessen einfach geschlafen habe. Am nächsten Morgen habe ich nachgeholt, was ging, und den Rest offen gelassen. Auch das gehört ins Archiv.

Eine Ausbildung zur Schamanin oder Trauerbegleiterin strebe ich dabei nicht an — das würde bedeuten, aus einem persönlichen Prozess einen Beruf zu machen, und genau das will ich nicht. Wie andere sich eine Ahnenheilung ohne Ausbildung einrichten, beschreibe ich an anderer Stelle ausführlicher; hier reicht der Hinweis, dass mein gelber Karteikasten das einzige Handwerkszeug ist, das ich dafür brauche.

Mein Vater taucht nicht in jeder Sitzung auf, aber in der aktuellen vierten Sitzung war er kurz da — kein Bild, eher ein Gewicht, das sich für einen Moment verschoben hat. Trauerverarbeitung läuft bei mir nicht linear, das merke ich gerade wieder. Ausführlicher habe ich das schon einmal in meinem Eintrag zur Verbindung zum verstorbenen Vater beschrieben, hier reicht die kurze Notiz. Dass ich solche Momente überhaupt wiederfinde, liegt daran, dass ich sie wie Archivmaterial im Tagebuch behandle — datiert, mit Randnotiz, auffindbar.

Aufgeschlagenes Leinen-Tagebuch mit Notizen zur Ahnenarbeit im Phoenix999 Selbsttest.

Was bleibt am Ende der vierten Woche?

Fertig bin ich nach vier Wochen nicht — bei sieben Sitzungen wäre das auch merkwürdig. Etwas verschiebt sich trotzdem, langsam und ohne dass ich es erzwingen könnte, und genau deshalb will ich hier auch nichts versprechen.

Ob sich der Kurs insgesamt lohnt, ist eine andere Frage, die ich an anderer Stelle ausführlicher beantworte — hier zähle ich nur die vier Wochen, die ich bisher habe. Inzwischen sind es alle vier Kurse der Reihe, die ich nach und nach durcharbeite, aber die Reihenfolge und was daraus wurde, gehört in einen eigenen Eintrag.

Manche nutzen die Sessions eher als Meditationspraxis für den Alltag, andere brauchen dafür ein eigenes Glossar der Kursbegriffe, weil Wörter wie Ahnenlinie oder Bewusstseinsteil nicht selbsterklärend sind — beides kommt in meinem Blog an anderer Stelle vor, nicht hier. Wer selbst mit Kraft der Ahnen einsteigen will, findet die Verweise dazu in diesem Text; ich kann nur aus meiner eigenen Kartei berichten, nicht für andere entscheiden.

Wenn ich aufstehe, knarzt der alte Dielenboden, ein Geräusch, das ich inzwischen mit dem Ende einer Sitzung verbinde. Die fünfte Karteikarte liegt schon bereit.

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