Mein Seelenpfad

Bessere Entscheidungen treffen: Mein systematischer Weg mit der Ahnenarbeit

Ahnenarbeit und Entscheidungsfindung: Annika Kesslers systematischer Weg durch die phoenix999-Kurse
Offenlegung: Dieser Text enthält Partnerlinks zu den phoenix999-Kursen. Wenn du darüber buchst, bekomme ich eine kleine Provision – an deinem Preis ändert sich dadurch nichts.

Eine Entscheidung, die ich früher am Küchentisch in fünf Minuten gefällt hätte, liegt heute drei Tage lang in meinem gelben Karteikasten, bevor ich sie unterschreibe. Der Unterschied liegt nicht im Zweifel, sondern in der Methode: seit ich mit Ahnenarbeit und den vier phoenix999-Kursen an meiner Ahnenlinie gearbeitet habe, behandle ich Entscheidungsfindung nicht mehr als Bauchgefühl, sondern als etwas, das sich prüfen lässt wie ein Katalogeintrag.

Bibliothekarin bin ich, keine Therapeutin und keine Ärztin – das vorweg, weil dieser Text streckenweise wie ein Ratgeber klingt, es aber nicht sein soll. Was folgt, ist eine Systematik, die sich für mich aus der Arbeit mit den phoenix999-Kursen entwickelt hat, kein Heilsversprechen und keine Anleitung mit Garantie. Wer selbst einsteigen will: die vollständige Offenlegung zu den Partnerlinks steht im Impressum.

Systemische Ordnung statt Bauchgefühl in der Entscheidungsfindung

Der Kern der Methode ist einfach: Eine Entscheidung wird nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines Bestands, der weiter zurückreicht als das eigene Leben. In der Archivkunde würde man von einer Querverweisung sprechen. Bevor ich unterschreibe, kündige oder zusage, frage ich mich, ob der Impuls tatsächlich meiner ist oder ob er aus einem älteren Muster stammt, das mir während der Arbeit an meiner Ahnenlinie begegnet ist. Andreas Goldemanns Ansatz in den phoenix999-Kursen liefert dafür ein Vokabular, aber das eigentliche Sortieren mache ich selbst, mit Stift und Heft.

Am Marktstand auf dem Wochenmarkt am Bassinplatz zeigt sich das im Kleinen. Wenn ich zwischen zwei fast identischen Kohlköpfen stehe und viel zu lange abwäge, ist das selten eine Frage von Qualität – meistens ist es die alte Angewohnheit, jede Wahl absichern zu müssen, bevor sie getroffen wird. Diese Beobachtung allein verändert die Entscheidung nicht, aber sie verändert das Tempo. Sobald ich erkenne, welches Muster gerade spricht, greife ich zu, ohne zehn Minuten zu verlieren.

Den Karteikasten vor der Entscheidung befragen

Bevor eine größere Entscheidung ansteht, ziehe ich den Karteikasten heran, nicht um eine neue Antwort zu suchen, sondern um nachzulesen, was frühere Einträge zum selben Thema schon festgehalten haben. Manchmal steht dort, zwei Jahre alt, fast wortgleich dieselbe Sorge, nur mit einem anderen Anlass. Das ist keine Wahrsagerei, sondern Aktenlage: Wer wissen will, wie sich die Weisheiten der Ahnen ordnen lassen, findet dort die ausführliche Systematik – hier zählt nur, dass ein Blick zurück oft schneller Klarheit bringt als eine neue Runde Abwägen.

Jede Session, die ich in den vier phoenix999-Kursen gemacht habe, landet in meinem Selbsttest-Tagebuch auf dieselbe Weise: Datum, Kursnummer, ein Satz zum Zustand vorher, ein Satz zum Zustand danach. Dieses Protokoll ist kein Selbstzweck. Es ist die Grundlage, auf die ich zurückgreife, wenn eine Entscheidung ansteht und ich prüfen will, ob ein ähnliches Gefühl schon einmal aufgetaucht ist – und was damals dahintersteckte.

Gelber Karteikasten mit handschriftlichen Notizen zur Ahnenarbeit und systemischen Entscheidungsfindung

Gehört das Zögern wirklich zu meiner Entscheidungsfindung?

Nicht jedes Zögern gehört einem selbst. In meinem Heft finden sich Einträge über meinen Vater, der im Herbst 2022 kurz vor seinem Tod eine notwendige Renovierung am Haus immer wieder aufgeschoben hat – nicht aus Faulheit, sondern aus einer Vorsicht, die fast ehrfürchtig wirkte. Als ich das mit meinen Notizen zur Arbeit an der Ahnenlinie abglich, erkannte ich ein Familienmuster, das mehr als eine Generation zurückreicht.

Wer selbst prüfen will, ob ein Zögern älter ist, als man denkt, findet in der Versöhnung mit der Vaterlinie einen guten Ausgangspunkt – dort gehe ich genauer auf die Übungen ein, hier reicht die Kurzfassung: Bei jedem Zögern frage ich zuerst, wessen Stimme das eigentlich ist, bevor ich sie ernst nehme oder beiseiteschiebe.

Wenn Druck die Methode zunichtemacht

Nicht jede Methode funktioniert unter Zeitdruck.

Diese Systematik hat eine Voraussetzung, die ich lange unterschätzt habe: Ruhe. Lange bevor ich auf die phoenix999-Kurse gestoßen bin, hatte ich Atemübungen aus einem Selbsthilfebuch versucht, um vor schwierigen Entscheidungen ruhiger zu werden. Es hat sich angestrengt angefühlt, wie eine zusätzliche Aufgabe auf einer ohnehin zu langen Liste, und ich habe es nach ein paar Versuchen wieder gelassen. Der Unterschied zur heutigen Praxis liegt nicht in der Technik selbst, sondern darin, dass ich sie nicht mehr in eine Pause zwischen zwei anderen Terminen presse.

Wer unter Zeitdruck versucht, eine energetische Blockade zwischen Tür und Angel zu lösen, erreicht meistens das Gegenteil: mehr Anspannung, nicht weniger Klarheit. Das gilt für die Arbeit an der Ahnenlinie genauso wie für jede andere Form der inneren Prüfung. Entscheidungsarbeit reserviere ich deshalb bewusst für Zeiten, in denen niemand an der Tür klopft und kein Kopierer im Flur rattert – sonst wird aus der Methode nur ein weiterer Programmpunkt, den ich abhake, ohne dass sich etwas verändert.

Was sich seitdem in der Praxis verändert hat

Neulich habe ich alte Unterlagen meines Vaters durchgesehen und dabei meine Lieblingstasse einfach neben mir stehen lassen, längst kalt geworden, ohne den Impuls zu bedienen, sofort aufzuräumen, bevor ich weitermache. Genau das ist der kleine, unspektakuläre Unterschied, um den es hier eigentlich geht: nicht die eine große Entscheidung, sondern das Zulassen, dass etwas liegen bleiben darf, bis es dran ist.

Rosmarie, meine Kollegin im Freihandbereich, hat neulich bemerkt, dass ich bei einer Anschaffung für die Bibliothek ungewöhnlich lange zögerte, noch bevor ich es selbst richtig wahrgenommen hatte – sie hat einfach ein Gespür dafür, wann jemand erschöpft ist, bevor die Person es merkt. Ihre Nachfrage war der Anstoß, den Karteikasten noch am selben Tag zu befragen, statt die Entscheidung wieder tagelang mitzuschleppen.

Hildegunde Rotter, eine Leserin, hat mir vor einiger Zeit ein kurzes Update geschickt, Monate nachdem sie zum ersten Mal geschrieben hatte: Sie habe angefangen, eigene Entscheidungen auf dieselbe Weise zu prüfen, mit einem eigenen kleinen System statt eines Karteikastens. Genau das ist der Punkt, an dem die Methode nützlich wird – nicht als Kopie meines gelben Kastens, sondern als Prinzip, das sich auf die eigene Ordnung übertragen lässt.

Weniger Dramatik und mehr Verlässlichkeit ist geblieben: Ich unterschreibe seltener aus Erschöpfung und öfter, weil ich geprüft habe, wessen Stimme in mir gerade den Ausschlag gibt. Diese Art von Stabilität im Alltag war für mich der eigentliche Ertrag der Arbeit, nicht die einzelne richtige Entscheidung. Wer selbst einsteigen möchte: Kraft der Ahnen war für mich der erste der vier phoenix999-Kurse und der Ausgangspunkt für diese ganze Systematik – kein Versprechen auf schnelle Klarheit, aber ein Werkzeug, das sich mit der Zeit als tragfähig erwiesen hat.

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