
Was macht den Unterschied zwischen einem Morgen, an dem die Blockade in der Brust bleibt, und einem, an dem sie sich löst, bevor der Kaffee kalt wird? Diese Frage bekomme ich öfter gestellt, als mir lieb ist. Eine kurze Antwort gibt es nicht, aber ich sammle hier die Fragen, die am häufigsten kommen: zu Phoenix999, Ahnenarbeit, Trauerverarbeitung und meiner Morgenroutine. Ich beantworte sie ehrlich.
Ein kurzer Hinweis vorweg: Manche Links in diesem Text sind Affiliate-Links zu Phoenix999-Kursen, für die ich eine Provision bekomme, ohne dass sich dein Preis dadurch ändert. Ich bin Bibliothekarin, keine Therapeutin — was hier steht, ist meine persönliche Erfahrung, keine Behandlung.
Was ist eigentlich eine energetische Blockade – und warum morgens?
Mindestens einmal im Monat schreibt mir jemand genau diese Frage, oft mit einem eigenen Beispiel dahinter. Eine energetische Blockade ist für mich, seit ich mit Phoenix999 arbeite, kein mystischer Begriff mehr, sondern eher wie eine Akte, die falsch einsortiert wurde: Das Gefühl ist da, aber es findet keinen Platz im System, also drückt es von innen gegen die Schublade. Morgens ist dieser Druck am spürbarsten, weil der Tag noch keine Ablenkung geliefert hat, die ihn überdeckt. Bei mir saß das lange in der Brust, ein Gewicht, das ich zuerst nur mit dem plötzlichen Tod meines Vaters erklärt habe, aber erst über die Verbindung zum verstorbenen Vater durch gezielte Ahnenarbeit habe ich gemerkt, dass da noch eine zweite Ebene mitschwingt, die ich getrennt betrachten musste. Was diese zweite Ebene genau ist, beantworte ich weiter unten.
Meine Morgenroutine ist keine Meditation, sondern eine Inventur.
Klassische Meditationspraxis sieht anders aus als das, was ich morgens mache, auch wenn beide von außen ähnlich wirken: Ich setze mich nicht hin, um leer zu werden, sondern um etwas zu sortieren. Ich lege eine Kraft der Ahnen-Session ein, höre die Stimme von Andreas Goldemann und lasse zu, was hochkommt, ohne es sofort zu benennen. Seine Methode arbeitet mit Frequenzen, die ich nicht wissenschaftlich erklären kann und auch nicht erklären muss. Für mich zählt, was sie in der Praxis auslöst, nicht, wie sie theoretisch funktioniert. In Frostnächten ticken die alten Heizungsrohre in meiner Wohnung ihren eigenen unregelmäßigen Takt, und genau dieses Ticken höre ich manchmal noch, wenn ich mich hinsetze, bevor draußen überhaupt Licht ist. Für die Morgenroutine allein muss ich nicht die ganze Kursarchitektur im Kopf haben, auch wenn ich inzwischen weiß, warum die richtige Reihenfolge der Phoenix999 Kurse am Ende doch eine Rolle spielt.

Fragen zur Ahnenlinie und zu Familienmustern
Benedikta, eine Online-Bekanntschaft aus dem Andreas-Goldemann-Forum, hat mir vor Kurzem geschrieben und wissen wollen, ob man seine eigene Ahnenlinie erst genau kennen muss, bevor man mit so einer Übung anfängt. Ihre Nachrichten sind immer lang und mit genauen Uhrzeiten versehen, fast wie kleine Protokolle, und diese Frage stand mittendrin zwischen zwei anderen Themen. Nein, würde ich sagen — die eigene Ahnenlinie zu fühlen ist etwas anderes, als sie lückenlos zu recherchieren, und was in einer Familie an Mustern weitergegeben wird, zeigt sich oft eher im Körper als in einem Stammbaum. Eine Ausbildung braucht es dafür nicht, das ist mir wichtig zu sagen, so wie es auch für mich nie eine gebraucht hat: Wer lesen und zuhören kann, kann anfangen.
Muss ich jede Session aufschreiben, damit sich etwas verändert?
Nein, das Aufschreiben ist kein Muss, aber für mich war es der Unterschied zwischen einer Erfahrung, die verpufft, und einer, auf die ich später zurückgreifen kann. Bevor ich mit dem Leinen-Heft angefangen habe, hatte ich es mit einem Tagebuch auf dem Laptop versucht — nach zehn Einträgen habe ich aufgehört, weil sich das Tippen wie eine weitere Aufgabe auf einer Liste anfühlte und nicht wie ein Ort zum Ankommen. Ein Session-Protokoll, wie ich es inzwischen führe, ist etwas anderes als ein klassisches Tagebuch, dazu schreibe ich an anderer Stelle ausführlicher. Wer mit den Begriffen aus den Kursen noch fremdelt — Signatur, Resonanz, Rückführung —, für den gibt es an anderer Stelle eine eigene Vokabelliste, die das der Reihe nach erklärt; hier will ich bei der eigentlichen Frage bleiben.
Was, wenn morgens einfach nichts passiert?
Manche Seite in meinem Heft bleibt leer. Es gibt Morgen, an denen ich mich hinsetze, die Session läuft, und es rührt sich nichts — kein Kribbeln, keine Wärme, kein Bild. Das gehört genauso dazu wie die Morgen, an denen sich etwas verschiebt, und inzwischen werte ich das nicht mehr als Fehler.
Bei der dritten Session, die ich je gemacht habe, lief es andersherum: Ich fing an zu weinen, ohne einen Grund benennen zu können, der sich in Worte fassen ließe — und danach war etwas leichter, das vorher fest gesessen hatte.
Lieselind, eine Bekannte aus meinem Potsdamer Trauercafé, hat mich genau danach gefragt, ganz leise, wie sie es auch tut, wenn sie eigentlich aufgeregt ist: Was mache ich, wenn tagelang nichts kommt? Ich warte es aus, ohne die Session öfter zu wiederholen, als mir guttut, und ohne mir dafür eine Frist zu setzen.

Fang mit einer Frage an, nicht mit der ganzen Liste
Wer neu einsteigt, fragt mich danach fast immer, ob sich der Einstieg über Kraft der Ahnen für einen selbst überhaupt lohnt — dazu habe ich einen ehrlichen Testbericht zu Kraft der Ahnen geschrieben, mit allem, was dabei funktioniert hat und was nicht. Trauerverarbeitung läuft bei mir nebenher mit, nicht als Hauptprogramm jedes einzelnen Morgens — manche Tage geht es nur um die Blockade im Hals vor dem ersten Satz, den ich am Tresen zu einem Kollegen sagen muss, und das ist auch in Ordnung. Wenn ich eine Sache aus alldem mitgeben soll: Fang mit der einen Frage an, die dich morgens wirklich beschäftigt, nicht mit der ganzen Liste, und schreib dir auf, was sich dabei verändert — und was nicht.