Mein Seelenpfad

Warum die Andreas Goldemann Kurse bei tiefer Trauer helfen können

Andreas Goldemann phoenix999-Kurse als Ahnenarbeit bei tiefer Trauer — Titelbild zum Selbsttest

Ein Karteikasten schweigt. Ein Telefonat nicht. Genau zwischen diesen beiden Polen sortiere ich seit drei Jahren meine eigene Trauerbewältigung — mal mit der Feder in meinem Leinenheft, mal am Telefon mit jemandem, der genau wie ich mitten in der Ahnenarbeit der phoenix999-Kurse von Andreas Goldemann steckt. Aus dem, was als kleiner Selbsttest nach dem Tod meines Vaters begann, ist inzwischen ein laufendes Archiv geworden, in dem beide Wege ihren festen Platz haben.

Kurz vorweg, damit du weißt, woher meine Empfehlungen kommen: Ich verlinke auf dieser Seite zu den phoenix999-Kursen als Affiliate. Das ändert nichts an deinem Preis, bringt mir aber eine Provision, wenn du darüber buchst. Ich schreibe ausschließlich über Kurse, die ich selbst durchgearbeitet und mit eigenen Randnotizen versehen habe.

Schreiben oder telefonieren: zwei Wege durch dieselbe Trauer

Przemek Kujawski hat mir das im Herbst 2023 zum ersten Mal klargemacht. Wir haben uns im virtuellen Warteraum eines Online-Live-Workshops von Andreas Goldemann kennengelernt, in der Pause, als er fragte, wie ich am besten Notizen zu den Sessions führe. Ich habe ihm von meinem Karteikasten erzählt. Er hat nur den Kopf geschüttelt — er verarbeitet lieber im Gespräch als auf dem Papier, direkt nach der Session, am liebsten mit jemandem, der genauso tief drinsteckt wie er selbst.

Für ihn ist Trauerverarbeitung etwas, das im Gespräch entsteht, nicht auf dem Papier, und ich finde diese Unterscheidung inzwischen hilfreicher als seltsam. Was bei mir passiert, ist oft das, was in Familiengeschichte heilen: Warum Ahnenarbeit mehr als nur reine Recherche ist beschrieben wird — nicht nur Fakten sammeln, sondern die Bedeutung dahinter festhalten. Bei Przemek übernimmt das eher ein Anruf als eine Karteikarte.

Gelber Karteikasten mit handbeschriebenen Zitatkarten aus der Ahnenarbeit-Praxis nach den phoenix999-Kursen, auf dunklem Holztisch

Was bei mir nicht funktioniert hat, bevor die Kurse kamen

Entspannungs-CDs aus der Bücherei waren mein erster Versuch, lange bevor ich überhaupt von Andreas Goldemann gehört hatte. Ich habe sie mir ausgeliehen, so wie ich sie hundertfach für andere verbucht habe, und bin beim dritten Track eingeschlafen. Aufgewacht bin ich genauso angespannt wie vorher, nur mit einem tauben Arm vom Sofa.

Passives Zuhören hat bei mir offenbar nichts bewegt. Was die phoenix999-Sessions anders gemacht haben, war die aktive Bewegung dabei — Atem, Klang, manchmal auch nur bewusstes Sitzen mit einer Frage im Kopf, keine Berieselung nebenbei, kein Hintergrundgeräusch, das man auch verschlafen kann.

Wo die Ahnenarbeit bei mir zu greifen begann

Kraft der Ahnen war mein Einstieg, der erste der vier phoenix999-Kurse, und die Ahnenlinie darin ist für mich bis heute weniger ein spiritueller Begriff als ein Gefühl von Rückhalt, das ich nicht mehr im Detail erklären muss, um es zu nutzen. Wie genau Andreas Goldemann seine Methode dafür aufgebaut hat, erkläre ich hier nicht — das würde diesen Text sprengen und gehört eigentlich in einen anderen.

Vor ein paar Wochen bin ich einem Kollegen mitten im Satz dazwischengefahren, weil ich etwas loswerden musste, das nicht warten konnte, und ich habe mich danach nicht entschuldigt. Keine Nachricht am Abend, kein gedankliches Zurückspulen. Früher hätte mich das tagelang beschäftigt.

Beim Aufstehen vom Schreibtisch knarzt noch immer dieselbe Diele wie am ersten Tag. Auf dem alten Eichentisch liegt die blassgrüne Schreibunterlage, inzwischen ausgeblichen, der gelbe Karteikasten griffbereit links am Rand, das Leinenheft aufgeklappt daneben mit nichts als dem heutigen Datum und ein paar Stichworten auf der Innenseite des Umschlags.

Nicht jede Session fühlt sich leicht an. Manche Wochen bringen zuerst mehr Schwere, bevor überhaupt etwas nachgibt, und genau darum geht es in Schwere im Herzraum lösen durch die energetische Arbeit mit der Ahnenlinie ausführlicher, als ich es hier tun kann.

Aufgeschlagenes Leinen-Notizbuch mit handschriftlichen Session-Notizen zur Trauerbewältigung nach den Andreas Goldemann Kursen

Vier Kurse, ein Archiv: was ich querverweise

Neben Kraft der Ahnen gehören inzwischen auch Zurück zum Ursprung, die Magen-Darm-Edition und die Zähne-Edition zu meinem Bestand, alle vier durchgearbeitet, keiner davon hier im Detail verglichen — das würde einem anderen Text mehr gerecht als diesem.

Mein Karteikasten hat inzwischen Querverweise, die ich am Anfang nicht erwartet hätte: einer zu blockierenden Familienmustern, einer zur Unterscheidung zwischen mütterlicher und väterlicher Linie, einer zu einem Familiengeheimnis, das erst im dritten Kurs auftauchte, einer zur Raumreinigung, die ich nach dem Ausräumen der Wohnung meines Vaters gemacht habe, einer zur Wirkung auf lebende Verwandte, mit denen ich seitdem anders rede, und einer zum energetischen Schutz, den ich als hochsensibler Mensch inzwischen ernster nehme als früher. Dazwischen liegen kürzere Karten zu meiner Meditationspraxis, zu einzelnen Begriffen aus dem Kursvokabular, das ich mir erst aneignen musste, und zu meinem eigenen Session-Protokoll — datiert, mit Randnotizen, wie alles in meiner Systematik. Auch eine energetische Blockade taucht als Karte auf, meist dort, wo ich am wenigsten damit gerechnet habe.

Tasse Tee neben alten Büchern mit Blick auf den herbstlichen Park, Symbolbild zum Erfahrungsbericht über die phoenix999-Kurse

Wann ein Karteikasten reicht — und wann es ein Gespräch braucht

An einem Sonntag Ende August stieg ich den Pfingstberg hinauf, wie inzwischen öfter, wenn der Kopf zu voll vom Wochenende ist, und irgendwo zwischen den ersten Stufen fiel mir auf, dass ich diese Woche kein einziges Mal mit Przemek telefoniert hatte — nur geschrieben, nur archiviert.

Diesen Perspektivwechsel unterwegs beschreibe ich ausführlicher in wie die Stille der Ahnenarbeit meinen Blick auf Sanssouci verändert hat, hier reicht der kurze Verweis: Gehen und Schreiben ordnen bei mir unterschiedliche Dinge.

Walburga Stenz, Trauerbegleiterin im Potsdamer Hospizverein, hat mir mal erklärt, warum sie selten Ratschläge gibt — nur Beobachtungen. Genau das ist für mich inzwischen die Faustregel geworden: Der Karteikasten hilft, wenn ich Distanz brauche und eine Struktur, in die ich etwas einordnen kann, ohne sofort eine Reaktion von außen zu bekommen. Ein Gespräch wie mit Przemek hilft, wenn genau diese Distanz das Problem ist — wenn etwas sofort raus muss, bevor es sich in eine ordentliche Karteikarte verwandeln lässt. Und wenn die Schwere über Wochen bleibt, egal welchen der beiden Wege ich nehme, gehört das in professionelle Hände wie Walburgas, nicht in mein Leinenheft.

Meine Trauer um meinen Vater ist damit nicht kleiner geworden, nur besser einsortiert — mit zwei Systemen, die sich ergänzen, keinem Ersatz für das andere. Eine Ausbildung steht dahinter nicht, nur eine Laienpraxis ohne Ausbildung, die ich mit derselben Systematik betreibe wie meine Arbeit in der Bibliothek, und Kraft der Ahnen war der erste Kurs, der mir überhaupt gezeigt hat, dass ich beides brauche: die stille Karteikarte und die Stimme am Telefon.

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